Freitag, 4. Januar 2019

JONATHAN

Typ (Ursprung): Tjalk (Paviljoentjalk)
Kategorie: Sh4
Namen: OP HOOP VAN ZEGEN, VERTROUWEN, JONATHAN (seit 1979)
Baujahr: 1904
Bauwerft:  J.H. van Zutphen
Bauort: Wilnis
erste Messnummer:  Ar327N
Maß: 17,63 m x 3,86 m, 45,282 tons
Heimathafen: Hamburg-Harburg


Sommer 2016 Spiekeroog


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Zeitleiste

  • 1904 gebaut in Wilnis als tjalkschip OP HOOP VAN ZEGEN für
    einen Schiffer aus Edam
  • 1934 Neuvermessung in Amsterdam als Paviljoentjalk VERTROUWEN
  • 1979 Neuvermessung in Amsterdam als Wohnschiff JONATHAN
  • 2013 zum Verkauf angeboten als segelndes Wohnschiff JONATHAN,
    Heimathafen Oostmahorn am Lauwersmeer
  • daraufhin nach Deutschland verkauft, Lieger im Museumshafen Harburg

Dienstag, 3. Mai 2016

#49

Aurich wurde von Tjalken beträchtlicher Ausmaße angelaufen, wie auf dieser alten Ansicht zu sehen ist.

Montag, 2. Mai 2016

#48

Torftransport im Fehngebiet. Auf dieser Ansicht aus Großefehn ist ein wunderschöner Skutsje zu sehen.
Eine ähnliche Szenerie in Emden. Am Ufer warten bereits die städtischen Kunden und Händler auf das begehrte Brennmaterial vom Fehn.

Sonntag, 11. Oktober 2015

#46

Der Hafen von Langeoog Mitte der 60er Jahre. Die kleine Fähre LANGEOOG I, die wir auch auf der unteren Aufnahme sehen, ist stets in Fahrt geblieben - ab 1968 als HARLESAND und seit 1981 als ETTA von Dangast. Das Frachtmotorschiff ist die REINHARD aus Haren an der Ems.


Hier eine kolorierte Aufnahme aus anderer Perspektive. Wassersport bedeutete in dieser Zeit meistens Segelsport. Man gebrauchte reviergeignete Fahrzeuge.

edit: Ein Leser dieses Blogs sandte wertvolle Informationen zu dem Frachtschiff auf dem oberen Bild - es handelt sich um die REINHARD aus Haren an der Ems, die viele Jahre im Besitz seiner Eltern war:

Schiffsdaten

Rufzeichen: DCOP (DGOX) Reg.Nr.: 2645
Baujahr: 1905
Bauwerft: H. Bernhard Amsterdam (NL)
Länge: 33,92 Breite: 6,07/6,13
Tiefgang: 1,97
Tragfähigkeit: 250 t
Motor 1: 75 PS (1940)
Motor 2: 225 PS Mercedes (ab ca. 1969)

Eigner:
1924 Anton Schepers
1929 Bernhard Wessels
1941 Hermann Wessels
1961 Heinrich Lohmann
1979 abgewrackt


Dazu ein interessantes Stück Geschichte zu diesem Schiff, entnommen aus dem Buch: Die Geschichte der Harener Küsten- und Seeschifffahrt - damals und heute:

"Anton Schepers erwarb zwei offene, eiserne Segelschiffe: die „ANTONIA II" und die „REINHARD". Letztere verkaufte er 1929 an Bernhard Wessels, Schleusenstraße. 1940 wurde auf der Werft der Gebr. Elfring ein Motor eingebaut. Das Schiff ging dann 1941 an Hermann Wessels. Während des Krieges war es für die ‚Organisation Todt' dienstverpflichtet und transportierte Materialien für den Bau von Befestigungsanlagen, Luftschutzbunkern und Flugplätzen zu den Ostfriesischen Inseln. Bei Kriegsende lag die „REINHARD" im Hafen der Insel Langeoog. Von dort fuhr das Schiff nach Norderney und transportierte alle auf der Insel befindlichen Kriegswaffen, aber auch alle beschlagnahmten Jagdgewehre, Pistolen und Ferngläser, deren Besitz den Deutschen durch das Kontrollratsgesetz verboten war, nach Emden. Bis 1946 war die „REINHARD" bei der Versenkung von Munition in der Osterems eingesetzt, danach für die Versorgung der Ostfriesischen Inseln mit Baumaterial und Briketts. Im Dezember 1961 wurde es an Kapitän Heinrich Lohmann verkauft und 1979 abgewrackt."

Dienstag, 6. Oktober 2015

RAMONA

Typ (Ursprung): Tjalk
Kategorie: My1
Namen: JAN, MARIE, RAMONA
Baujahr: 1898
Bauwerft: Gebroeder Bodewes
Bauort: Hoogezand, Groningen
erste Messnummer: unbekannt
Maß: 16,10m x 4,1m
Heimathafen: Amsterdam

Foto: © W. Fokkema 
Die Ramona auf der Überführungsfahrt nach Amsterdam im Hafen von Spiekeroog im Juli 2015


Mittwoch, 23. September 2015

Neumann's Schiff

Foto: Repro aus "Die Yacht"
Als legendäres Wattschiff darf man wohl die 14 Meter lange Boeieryacht ALTE LIEBE bezeichnen. Vom Heimathafen Varel aus bereiste der Autor unübertroffener Segel-Fachbücher die gesamte Nordsee bis hinunter ins Mittelmeer. Sogar bis Kapstadt soll er einmal mit diesem 1952 in Hamburg gebauten Plattbodenschiff gesegelt sein. 

Dienstag, 1. September 2015

ELISABETH

Typ (Ursprung): Skutsje
Kategorie: Ma5 (Arbeitsschiff)
Namen: Ebenhaëzer, ELISABETH
Baujahr: 1911
Bauwerft: Ate Tjibbeles van der Werff
Bauort: Leeuwarden, Friesland
erste Messnummer: L1261N
Maß: 16,06m x 3,47m, 30,778 tons
Heimathafen: Aurich

So sah die ELISABETH im Jahr 1986 aus.
Auch dieses Foto stammt aus dem Jahr 1986. Bis heute ist an der Gestalt des Skutsjes nichts geändert worden. Das Schiff war stets im Arbeitseinsatz und wurde offenbar immer redlich gepflegt.

>> Zeitleiste:
  • seit etlichen Jahrzehnten Arbeitsschiff des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft Küsten- und Naturschutz)/Betriebsstelle Aurich
  • 1911 für Auftraggeber Rein Egberts Veenstra te Zwaagwesteinde in Leeuwarden gebaut, weiteres zunächst unbekannt
  • gepflegtes harmonisches Arbeitsschiff mit offenem Laderaum,  gefällig ausgeführten Decksaufbauten und wegklappbarem Steuerhaus
  • hier sollte Bestandsschutz gelten. Dieses Schiff ist so wie es ist, als erhaltenswertes historisches Wasserfahrzeug anzusehen. Es ist zu hoffen, dass es noch lange seinen Dienst tut und weiterhin so gut gepflegt wird.

Mittwoch, 8. Juli 2015

#45 Abstecher an die Unterweser

Eine mit Breitfock ausgerüstete, einmastige Koftjalk Groninger Bauart liegt am Ostufer des Geestemünder Hauptkanals. Im Hintergrund die heute unter Denkmalschutz stehende Drehbrücke. Längsseits der Tjalk ein Decklast tragendes, kleines Fahrzeug, mit Vorsteven und Galionsknie gebaut – möglicherweise ein Ewer, aber auch eine Variation eines wesertypischen Dielenschiffes scheint nicht abwegig.
Unweit vom obigen Standort befindet sich das östliche Ufer der Geeste mit der 1904 erbauten und bis heute erhaltenen Geestebrücke.  Zwei kleine Weser-Fischkutter aus Dorum bzw. aus Großensiel haben hier festgemacht. Es sind reine Segelfahrzeuge - der Linke mit dem Fischereizeichen DOR 51 wurde auf der Werft von Hinrich Balleer in Bardenfleth auf der oldenburgischen Weserseite gezimmert. Gegenüberliegend nahe der Kaje der Seebeck-Werft ist das Feuerschiff NORDERNEY zu erkennen. 1907 auf der AG Weser in Bremen gebaut, liegt es nun als Feuerschiff WESER am Bontekai in Wilhelmshaven.
Weseraufwärts treffen wir auf den zwischen Bremen-Vegesack und dem niedersächsischen Lemwerder verkehrenden Fährdampfer. Heute hält ein beträchtlich größeres dieselgetriebenes Autofährschiff die Verbindung aufrecht. Nahbei der Landungsbrücke vor der Strandlust wartet eine treibende Tjalk auf einen Schlepper. Am Horizont ragen Hallen und Kräne der Bremer-Vulkan Werft auf.
Einmal um die Ecke geht es in den Vegesacker Hafen hinein. Hinten erkennen wir einen Dreimast-Gaffelschoner und links daneben offenbar ein Schwimmdock. Es wirkt recht idyllisch - noch ist die Bebauung nicht so weit fortgeschritten. Der Absender der Karte schreibt: »Wir haben hier ein Boot gemietet und rudern jeden Abend. Das ist knorke.«
Nun sind wir in der Stadt Bremen angekommen und haben schon die Weserbrücken passiert . Am Ufer des Osterdeichs finden wir einen schwimmender Marktstand vor. Es ist ein Altländer Ewer, ein Schiff das die Obstbauern aus dem niederelbischen Alten Land gebrauchten, um ihre Ware an den Markt zu bringen. Im Herbst und Winter fand man die hölzernen Obst-Ewer in vielen schiffbaren Städten und kleineren Ortschaften. Hier direkt vor den Stadtvillen  und Bürgerhäusern der gut betuchten Bremer war lohnender Absatz sicher.

Montag, 6. Juli 2015

#44

Solch zur Zur Lustjacht umgebaute Kutter oder ehemalige Rettungsboote waren am Anfang des 20. Jahrhunderts in fast jedem Sielhafen der ostfriesischen Küste anzutreffen. Oft nutzten die Einheimischen sie als zusätzliche Einnahmequelle und boten in den Sommermonaten Segelfahrten an.
Diese alte Karte aus dem Jahr 1923 zeigt die Abfahrt aus Rüstersiel, einem kleinen Hafen an der Jade nahbei Wilhelmshaven. Auf  der Insel Mellum wurde schon ab 1909 Vogelschutz betrieben. Der 1925 gegründete Mellumrat betreut und überwacht bis heute den Naturschutz auf der Insel, deren Betreten für Menschen schon lange verboten ist.

Montag, 29. Juni 2015

#43

Diese Fahrzeuge mit zahlenden Touristen bei auflandigem Wind vom Strand freizusegeln, dürfte den Besatzungen einiges an Können abverlangt haben. Die weiter draußen ankernde Schaluppe ist bereits startklar in Warteposition. Die Segelfläche ist durch Geien der Gaffel und Katten des Segelhalses maximal reduziert, kann aber innerhalb weniger Sekunden wieder zu voller Fläche vergrößert werden. Das kleine Klüversegel sorgt dafür, dass beim Losfahren nicht zu viel Ruderdruck entstehen wird und ermöglicht zudem durch eventuelles Backhalten die Fahrtrichtung zu ändern, ohne dass Fahrt im Schiff ist. Interessant die Konstruktion, die es den Kurgästen ermöglicht, trockenen Fußes an Bord zu gelangen.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Logger

Die Emder Loggerflotte schön ordentlich nach Fischereinummern aufgereiht. 

Die Konkurrenz aus Vegesack. Zu erkennen die BV3, BV7 und BV13. 

Nur noch wenige der ehemals großen Flotte der als Segler gebauten Heringslogger sind erhalten geblieben: Von der Vegesacker Flotte sind es die VEGESACK BV2, die SHALOM BV8, sowie der allerdings z.Zt. aufgegebene, entkernte Rumpf der WIETZE BV26.
Von den Emder Loggern die OBAN AE95, NORDKAP AE96 und die NORTUN AE87.
Die BV2 hat von diesen Schiffen noch die ursprünglichste Gestalt, wenngleich das Schiff mit einem modifizierten, zweckgebundenen Rigg versehen ist.

Mittwoch, 24. Juni 2015

#42

Diese Ansicht des Leeraner Hafens ist »um 1940« datiert. Standort des Fotografen: etwa zwischen dem heutigen Café Schöne Aussichten und dem Gebäude der Touristenzentrale 

Donnerstag, 18. Juni 2015

MS NORDERNEY

MS NORDERNEY in den 1950er Jahren bei Messarbeiten vor Norderney

Die NORDERNEY taucht häufiger auf alten Aufnahmen der ostfriesischen Inselhäfen auf. Es ist ein scharf geschnittener, yachtartiger hölzerner Rumpf. Das Schiff war im staatlichen Dienst und wurde wahrscheinlich für Mess- und Überwachungsaufgaben eingesetzt. Leider liegen keine konkreten Informationen zu dem interessanten Schiff und dessen Verbleib vor.

Hier dasselbe Schiff im Jahre 1952 im Hafen von Langeoog. Foto: © Kohnert

Seestern-Regatta Spiekeroog

Ein Damenkränzchen. Ihren 110. Geburtstag haben alle längst hinter sich. Die frischeste ist die hier keck aus der Reihe tanzende Hanseatin JOHANNA aus dem Jahr 1903.

Montag, 9. Februar 2015

ELLA

Typ (Ursprung): Tjalk
Kategorie: Mh2
Namen: HELENE, ANNA, ELLA
Baujahr: 1903
Bauwerft: unbekannt
Bauort: vermutlich Provinz Groningen
erste Messnummer: unbekannt
Maß:
Heimathafen: Nordgeorgsfehn

ELLA ca. 1987 

>>Zeitleiste:
  • 1903 in den Niederlanden gebaut
  • Vorgeschichte undeutlich, danach Frachtschiff, bzw. Törfmuttje als HELENE für Zimmermann, Spetzerfehn und ANNA für Köster, Wiesmoor
  • 1964  ELLA, Nordgeorgsfehn als Törfmuttjer, vornehmlich Nassbaggerei und Wasserbau (mit aufgesetztem Bagger).
    Der Flußsand wurde an die Ziegeleien an der Ems geliefert.
  • 1974 schließt die Eignerfamilie den derzeit letzten Schifffahrtsbetrieb Nordgeorgsfehns und gibt das Gewerbe auf
  • neuer Eigner aus Emden nutzt das Schiff zunächst für den Granatfang, danach dient die Tjalk als Ponton für Anstricharbeiten an Großschiffen in Emden
  • über einen Mittelsmann kauft die Gemeinde Uplengen Anfang der 1980er Jahre das Schiff an. Nach Gründung einer Interessengemeinschaft fährt das Schiff als MS ELLA bis heute Gästegruppen auf dem Nordgeorgsfehnkanal. Bis zu 32 Personen dürfen dann im geöffneten Laderaum mitfahren.


SCHILDKRÖTE

Typ (Ursprung): Paviljoentjalk
Kategorie: Sy2
Namen: ANTJE, DRIE GEBROEDERS, SCHILDKRÖTE
Baujahr: 1898
Bauwerft:  unbekannt
Bauort: Vierverlaten, Groningen
erste Messnummer:  G 219 N
Maß: 19m x 3,88, 57,877 tons, verkürzt 1974 auf 14,9m
Heimathafen: Greifswald

Anfang der Umbauarbeiten im Jahr 1974. Die Tjalk wurde auf die Länge von 14,90 Meter eingekürzt, um sie auf Binnenwasserstraßen als Sportboot nutzen zu können. Ein Stück der Bodenplatte ist am linken Bildrand zu sehen.
Foto: Eigner/Schiffshistorisches Archiv Flensburg

Eingeschlagene Eichmarke G 219 N. Das X in der Mitte wurde eingeschlagen, um diese Marke ungültig zu machen.Foto: Eigner/Schiffshistorisches Archiv Flensburg

So ist die Tjalk noch heute auf der Ostsee anzutreffen.Foto: Eigner/Schiffshistorisches Archiv Flensburg

>>Zeitleiste:
  • 1898 für Schiffer A. Smit aus Groningen als Paviljoentjalk gebaut. (evtl auf de Werft von Mulder in Vierverlaten)
  • 1941 Neuvermessung mit G5838N in Hasselt, vermutlich nach Eignerwechsel. Neuer Schiffsname DRIE GEBROEDERS, Eigner K. Habing aus Nieuw Leusen (Provinz Overijssel)
  • während des Zweiten Weltkrieges kam die Tjalk schwer beschädigt an den Rhein bei Stürzelberg. Laut Eignerangaben finden sich am Rumpf Spuren von Einschusslöchern und Teile des Hecks waren zerstört.
    Nach Instandsetzung und Umbau diente das Schiff als Aalschokker auf dem Rhein. Ein Motor war nicht eingebaut. Das Schiff wurde mit einer eingeschweißten Bünn und einem grob ausgeführten Stahlaufbau versehen.
  • Nach dem Tod des Fischers lag die Tjalk bis 1974 eine lange Zeit verwahrlost im Kiesbett des Rheins
  • 1974 kaufen die heutigen Eigner den Rumpf zu Schrottpreis und gestalteten die Tjalk in jahrelanger Arbeit zu einem Freizeitsegelschiff um. Hierbei wurde zunächst eine Verkürzung de Rumpfs unter 15 Meter vorgenommen, um das Schiff auf Binnenwasserstraßen als Sportboot nutzen zu können. Als Vorlage für die Gestaltung diente das Buch "Ronde- en Platbodemjachten" von Huitema
  • heute hat das Schiff seinen Liegeplatz im Museumshafen Greifswald und steuert Ziele in der gesamten Ostsee an